Berlins vergessene Mitte

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Berlin hat viele Zentren. Aber wo liegt die Mitte der Stadt? Durch den Fernsehturm und das Rote Rathaus scheint sie weithin markiert. Viele Berliner und Touristen wissen allerdings nicht, dass sich in dieser Umgebung tatsächlich der mittelalterliche Kern der heutigen Metropole erstreckte. St. Marien- und Nikolaikirche sind die letzten Zeugen einer Altstadt, die durch fortlaufende Modernisierung, Kriegszerstörung und sozialistische Hauptstadtplanung ausgelöscht wurde.

Das jetzige Aussehen der inneren Mitte Berlins ist umstritten. Wem gehört sie und was gehört hier her? Sie ist ein prominenter städtischer Lebensraum, aber auch zentraler Ort der Bundeshauptstadt. Ihre Gestaltung visualisiert unseren Umgang mit Geschichte. Kluge Entscheidungen zur Zukunft dieses so bedeutsamen Areals erfordern die Kenntnis seiner Vergangenheit.

Die Publikation führt die einstige Pracht und die vielfältigen Brüche der Berliner Mitte vor Augen und zeichnet ihre oft dramatische Entwicklung nach. Sie konzentriert sich dabei auf den steten Veränderungsprozess, der mit Beginn der Industrialisierung einsetzte. Seitdem wies die Berlin-Cöllner Altstadt kein geschlossenes Stadtbild mehr auf. Hier trafen Bauten der mittelalterlichen Händlerstadt, der neuzeitlichen Residenz und des sich im Kaiserreich herausbildenden kommunalen Verwaltungsviertels aufeinander. Die Zeit der Weimarer Republik stand im Zeichen städtebaulicher Utopien, die totalitären Erneuerungsprojekte des Nationalsozialismus blieben glücklicherweise rudimentär. Die DDR schuf sich dann im Herzen Berlins ein repräsentatives Staatsforum.

Das Buch enthält Texte namhafter Autoren, zahlreiche historische Schrift- und Bildquellen sowie bisher unveröffentlichte Aufnahmen aus Berliner Privatsammlungen.

29,90 €
inkl. MwSt. + Versandkosten

Herausgeber

Franziska Nentwig und Dr. Dominik Bartmann

ISBN

978-3-86206-177-8

Seiten/Abbildungen

232 / 259

Format

210 × 280 mm

Einband

flexibler Einband

Erschienen

September 2012