Bogomir Ecker

Was das Foto verschweigt

Bildergalerie

Umfangreiche Monografie mit Arbeiten aus vier Jahrzehnten

Bogomir Ecker wurde bekannt für seine orts- und kontextbezogenen Skulpturen, für raumgreifende Installationen und hintergründige Objekte, die unsere Sinne auf die Probe stellen. In seinen Arbeiten fragt Ecker vor allem danach, wie sich die technologischen Entwicklungen der Welt auf den Menschen auswirken, wie sich die Wahrnehmung, das Denken und das Fühlen durch die Medien und die moderne Kommunikation verändern.

Aus alten Pressefotos beispielsweise stellt Ecker großformatige, assoziative Tableaus zusammen, wodurch die Bilder ihren historischen Bezug und ursprünglichen Nachrichtenwert verlieren. In anderen Arbeiten übermalt und durchlöchert er einzelne Abzüge oder ganze Tageszeitungen, isoliert oder verfremdet einzelne Motive, um so den Wahrheitsgehalt der Fotografie zu hinterfragen oder auf die selektive Berichterstattung der Presse zu verweisen.

Obwohl Ecker im künstlerischen Sinne nie selbst fotografiert hat, verweisen auch seine skulpturalen Arbeiten immer wieder auf das Medium der Fotografie. Zwischen 1979 und 1982 etwa entstehen die Nachtfotos, bei denen Ecker unterschiedlichste Objekte im öffentlichen Raum mit Phosphorfarbe bemalte, um sie anschließend durch das Aufblitzen des Fotoapparats im kurzen Moment ihres Sichtbarwerdens zu dokumentieren.

A comprehensive monograph with works from four decades

Bogomir Ecker is well-known for his sculptures, which are specific to a location or context, as well as for his huge installations and enigmatic objects. These works challenge our sensory experience. In his art, Ecker is primarily questioning how the world’s technological developments are affecting human beings, how our perception, thoughts, and feelings are changing through the media and modern communication.

From old press photos, for example, Ecker arranges large-sized, associative tableaux. The pictures thus lose their previous reference frame and their original import as conveyors of news. In other works, he paints over and punctures individual photos or entire newspapers. He isolates and distorts particular motifs, in order to contest the veracity of the picture or to highlight the selectivity of press coverage.

Although Ecker has never taken photos himself in an artistic sense, his sculptural works repeatedly refer to the medium of photography. Between 1979 and 1982, he developed his Nachtfotos (night photos). To create these images, Ecker painted a wide variety of objects in public spaces with phosphorous ink, in order to subsequently document them by letting them flash up through the camera in the brief moment of their visibility.

Ausstellung Exhibition

Von der Heydt-Kunsthalle, Wuppertal

23.09.2018 – 17.02.2019

38,00 €
inkl. MwSt. + Versandkosten

Herausgeber

Gerhard Finckh für die Von der Heydt-Kunsthalle, Wuppertal Barmen

Sprache

deutsch, englisch

ISBN

978-3-86206-721-3

Seiten

176

Format

24 × 29,5 cm

Einband

Hardcover

Erschienen

September 2018