Elia Nurvista

Feeding the Scene

Aus der Reihe „Künstlerhaus Bethanien“

Aufstrebende Nachwuchskünstler im Fokus

Eine humorvolle wie kritische Reflexion über Migration und Flucht

Die künstlerische Praxis von Elia Nurvista (geboren 1983 in Yogyakarta, Indonesien) bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst und recherchebasierten Community-Projekten. Viele ihrer Arbeiten befassen sich mit dem Thema Essen als Gegenstand von politischen, kulturellen, sozialen und genderspezifischen Fragestellungen.

In Berlin hat die Künstlerin unterschiedliche Initiativen und Angebote für Geflüchtete besucht, um so mehr über deren Blick auf unsere für sie fremde Gesellschaft zu erfahren. Die in der Folge entstandenen Arbeiten thematisieren unser oft zwiespältiges Verhältnis zum Fremden: So wird das „Exotische“ in Form von Luxusgütern und Essen (etwa den geschätzten Südfrüchten) als positiv und begehrenswert empfunden, während Menschen, die aus denselben Regionen der Erde als Geflüchtete zu uns gelangen, aufgrund ihrer „Fremdheit“ Ablehnung erfahren oder das „Exotische“ gar als Bedrohung empfunden wird.

Nurvista illustriert diese Zwiespältigkeit mit feinsinniger Ironie, indem sie sich etwa Abbildungen von Stillleben alter Meister oder historische Darstellungen des „Guten Wilden“ aneignet, sie mit zeitgenössischen behördlichen Prüfsiegeln oder Markenlabels versieht und mit diesen ebenso humorvollen wie kritischen Kommentaren ein neues, eigenständiges Werk kreiert.

22,00 €
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Herausgeber

Nicola Müllerschön und Christoph Tannert für das Künsterhaus Bethanien

Sprache

englisch

ISBN

978-3-86206-748-0

Seiten

64

Einband

Softcover

Erschienen

Juli 2019