Neuerscheinungen


Made in Austria

 

Das visuelle Erscheinungsbild des Jahrbuchs 17 kommt in diesem Jahr aus Wien. Kilian Wittmann und Jakob Mayr, die beide an der Universität für angewandte Kunst in Matthias Spaetgens´Klasse für Ideen studieren, haben mit ihrem Entwurf nicht nur ihren Lehrer Sven Ingmar Thies, sondern auch die vom Vorstand des Vereins 100 Beste Plakate e.V. berufene Fachjury überzeugt.

Sachlich, nüchtern, schnörkellos – so viel sei schon jetzt verraten – Typografie wird in der Gestaltung des Buches eine zentrale Rolle spielen. Während die drei Länderkennzeichen (D, A, CH) unter Verwendung der Grundfarben Rot, Grün, Blau im Zentrum stehen, haben Wittmann und Mayr in dem jungen, österreichischen Schriftgestalter Paul Katterl einen kreativen Mitstreiter gefunden. Der nämlich stellt den beiden „Grimm“, eine serifenlose, bislang unveröffentlichte Schrift zu Verfügung, die sich an früheren Groteskschriften orientiert, dabei aber zeitgenössische Eigenheiten mitbringt.

 


Architektur im Gespräch

In den 1950er-Jahren errichtete das Land NRW auf den damals noch unbebauten Aaseewiesen in Münster die Pädagogische Akademie nach Plänen der Architekten Bruno Lambart und Günter Behnisch. Zeitgleich entstand das Rathaus Marl als Zentrum einer neu konzipierten Planstadt. Wir werfen in gleich zwei aktuellen Publikationen einen Blick auf das öffentliche Bauen im Nachkriegsdeutschland, würdigen das Lebenswerk des 2014 verstorbenen Lambart mit einer Monographie und widmen dem Rathaus Marl ein ungewöhnliches Fotobuch.

 

Im September war der Verlag Kettler mit der Präsentation beider Bücher zu Gast im Freihaus Münster. In der Reihe Freispiel sprachen die Herausgeber – Alexandra Apfelbaum und Moritz Kappen – über Utopie und Dystopie, über Funktion und Ästhetik von Architektur und die Frage, wie erhaltenswert Gebäude jener Epoche heute noch sind.