
Manifesta 16 Ruhr: This is not a church
Urban Vision
innerhalb Deutschlands
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Seit mehr als drei Jahrzehnten reist die Manifesta als nomadische Biennale durch Europa. Jede Ausgabe lässt sich vorübergehend in einer anderen Stadt oder Region nieder und setzt sich mit den sozialen, kulturellen und räumlichen Themen auseinander, die den jeweiligen Ort prägen.
Als das Ruhrgebiet die Manifesta einlud, ihre sechzehnte Ausgabe zu gestalten, lag der Fokus nicht auf einem Ausstellungsthema, sondern auf einem gesellschaftlichen Wandel, der sich still und leise in ganz Deutschland und weiten Teilen Europas vollzieht: dem allmählichen Verschwinden von Kirchen als zentrale Institutionen des Quartierslebens.
In Zusammenarbeit mit dem Architekten und Stadtplaner Josep Bohigas sowie einem Netzwerk aus Forscherinnen, Institutionen und Gemeindevertreterinnen startete die Manifesta im Vorfeld der Biennale ein umfangreiches Forschungsprojekt, um die Beziehung zwischen Kirchen und ihren umliegenden Quartieren zu untersuchen. Hunderte von Standorten wurden besucht und kartiert. Bürgerbefragungen und Erwartungsworkshops luden die Menschen aus den Quartieren dazu ein, darüber nachzudenken, welche Arten von sozialen oder öffentlichen Räumen sie und ihre Gemeinschaften heute benötigen.
Die Publikation präsentiert die aus dieser Forschung hervorgegangene Urban Vision. Statt eines starren architektonischen Entwurfs, skizziert die ‚Vision‘ einen Rahmen, um Kirchen als Quartiersinfrastrukturen für das 21. Jahrhundert neu zu denken. Dabei wird untersucht, wie diese Gebäude unter Berücksichtigung ihrer komplexen Geschichte und Besonderheiten wieder zu Orten der Begegnung, des Dialogs und der Fürsorge werden können.