
Peter Gilles: Am Rande des Vulkans
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Peter Gilles’ (1953–2017) künstlerische Praxis steht im Kontext der Performance- und Körperkunst, die seit den späten 1970er-Jahren die Grenzen zwischen Kunst und Leben infrage stellte. Er arbeitete unter extremen Bedingungen, beispielsweise am Rande eines aktiven Vulkans, bei Sauerstoffmangel oder bis zur totalen Erschöpfung. Sein Ziel war dabei stets, Schmerz und Destruktion zu überwinden und sie in eine künstlerische Form zu transformieren.
Seine Zeichnungen, Performances und Aktionen – vor allem seine Körperabdrücke mit Eigenblut – waren für Gilles Fragmente zur Klärung seiner eigenen Identität. Es sind Selbstbehauptungen in Grenzsituationen.
Mit seiner Publikation liefert Hartmut Kraft, der Gilles über Jahrzehnte hinweg persönlich kannte, eine umfassende Übersicht zu dessen Werk. Vorgestellt werden seine Körperabdrücke ebenso wie seine teils großformatigen Zeichnungen. Enthalten ist auch ein Werkverzeichnis seiner Aktionen und Performances von 1978 bis 2004.