Bruno Lambart

Architektur im Wandel der Bonner Republik

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Öffentliches Bauen im Nachkriegsdeutschland ist geprägt von Identitätsfindung und drückt den Versuch einer Gesellschaft aus, ein neues nationales Sein zu kreieren. Das baukulturelle Erbe der Bonner Republik, eben jene Architektur, die in Stein, Glas und Beton seit 1949 in der BRD entstanden ist, erzählt viel über den Wandel dieser Jahre.

Einer, der sich zu Beginn des Wiederaufbaus öffentlichen Bauaufgaben widmet, ist der Architekt Bruno Lambart. Von Düsseldorf aus, wo er bis 1959 in einer Bürogemeinschaft mit Günter Behnisch arbeitet, plant und realisiert er Rathäuser, Bürgerszentren und Verwaltungsgebäude. Besonders Schul- und Hochschulbauten haben es ihm angetan. Und so finden sich in seinem rund 50-jährigen Schaffen unzählige Beispiele, die den behutsamen Umgang mit dieser Bauaufgaben belegen und viel von Lambarts Bemühen veranschaulichen, eine harmonische Verbindung von Maßstäblichkeit und Umgebungsbezug herzustellen.

Die Architekturhistorikerin Alexandra Apfelbaum hat den Nachlass Bruno Lambarts erschlossen, der sich heute im Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW (A:AI) an der TU Dortmund befindet. Anhand von Plänen, Zeichnungen und Fotografien, dokumentiert sie erstmals vollständig seine Bauprojekte zwischen 1949 und 1990 und schafft damit ein beachtliches Nachschlagewerk. Da sie gleichzeitig seine Biografie nachzeichnet und die beruflichen Anfänge, ebenso wie Lambarts etablierte Architekturauffassung vor dem Hintergrund der Zeit und seiner Vorstellungen hinsichtlich Material und Konstruktion in den Blick nimmt, gelingt ihr eine großartige Monographie, die Profis und interessierte Laien gleichermaßen ansprechen dürfte.

Bruno Lambart ist 2014 im Alter von 90 Jahren gestorben. Mit annährend 540 realisierten und projektierten Bauten hat er ein architektonisches Œuvre hinterlassen, das die Baugeschichte der Bonner Republik unmittelbar erfahrbar macht.

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Herausgeber

Alexandra Apfelbaum

Sprache

deutsch

ISBN

978-3-86206-661-2

Seiten

ca. 480 S.

Format

19,5 × 25 cm

Einband

fester Einband

Erschienen

Juli 2017